Die Art und Weise der Meditation hat sich seitdem stark verändert, als das Sahasrara-Chakra zu öffnen begann, und ein reiner Zustand wird (grundsätzlich) aufrechterhalten, indem einfach nur das, was ist, akzeptiert wird. Gelegentlich erscheinen plötzlich Wolken von Aura oder Wolken von Emotionen und Erinnerungen, aber diese Wolken werden sofort von Licht umhüllt und verschwinden in einem transparenten Raum.
Für einen Moment taucht eine Erinnerung auf, und ein bestimmter Teil des Körpers wird von einer wolkenartigen Aura umhüllt. Während die Erinnerung etwas wieder auflebt, kehren auch die damaligen Emotionen ein, aber diese werden sofort von einer Aura des Lichts umhüllt und verschwinden in einem transparenten Raum (der selbst Licht ist). Das dauert maximal drei Sekunden, höchstens zehn Sekunden. Wenn es sich um eine sehr alte Erinnerung handelt, kann es sich um ein Trauma handeln, das 30 Sekunden oder mehrere Minuten dauert, oder es könnte ein Trauma sein, das an diesem Tag mehrere Tage oder Wochen lang belastet hat. Aber selbst wenn diese Erinnerung wieder auftaucht, bleibt sie einfach so, wie sie ist, und die Aura der Erinnerung verschwindet auf natürliche Weise im Licht.
Ich glaube, dass dies in einigen Schulen als ein Zustand der natürlichen Selbstbefreiung beschrieben wird. Ich habe diese Schule nicht speziell studiert, aber soweit ich aus Büchern entnehmen kann, ähnelt es dem Zustand, der in der Dzogchen-Tradition als "Landrul" bezeichnet wird, was "natürliche Selbstbefreiung" bedeutet.
Es wird gesagt, dass es sich so anfühlt, als ob sich ein Feuer in einem Wald ausbreitet. Die Empfindungen des Subjekts beruhigen sich auf natürliche Weise, und der Praktizierende erlebt uraltes Wissen. Gleichzeitig, wenn ein Objekt erscheint, wird erkannt, dass es, wie der eigene Zustand der Leere, leer ist.
"Regenbogen und Kristall" (von Namkai Norbu).
Wenn man dies wörtlich interpretiert, könnte es bedeuten, dass man "die Leere (der nicht-leeren, konkreten Objekte und Gegenstände) erkennt". Ich habe dies bisher auch so interpretiert, aber es scheint, dass dies nicht der Fall ist. Es geht darum, dass selbst wenn konkrete Konzepte als Kontraste (wie Farbe im Buddhismus) entstehen, diese sofort automatisch und auf natürliche Weise verschwinden und in die Leere übergehen, wodurch eine direkte Transformation erkannt wird. Es geht darum, dass das Konzept eines konkreten Objekts (was im Buddhismus als Farbe bezeichnet wird) deutlich und unverfälscht im Geist als dasselbe wie die Leere wahrgenommen wird.