<Ich werde heute wieder, nach langer Zeit, die Fortsetzung des Gita-Kommentars lesen.>
(1) Alle Objekte sind, wie das Wasser, das in einem Fata-Morgana zu sehen ist, oder wie in der Traumwelt, fantastisch oder unrealistisch. Alle Handlungen, die aus Geist, Sinneswahrnehmungen und Körper entstehen, sind nichts anderes als die Bewegungen von Guna, die aus der Natur (Maya) hervorgegangen sind. Diese entstehen in Guna in Form von Sinneswahrnehmungen und als Objekte verschiedener Sinneserfahrungen. Wer dies versteht, beansprucht nicht mehr das Recht, diese Handlungen auszuführen (V.8-9). Er etabliert stattdessen ständig eine Identität mit dem höchsten Geist oder Gott, der Wahrheit ist, Bewusstsein und Glück ist und alles durchdringt, und er hört auf, die Existenz von allem außer Gott zu erkennen (XIII.30). Dies ist der Weg des Wissens, oder Sānkhyanişthā. Er wird auch Jñānayoga oder Karmasannyāsa genannt.
(2) Andererseits betrachten die Anhänger des Yoga-Pfads alles als göttlich. Sie sind bereit für Erfolg und Misserfolg, geben Anhaftungen und weltliche Wünsche auf und führen alle Handlungen gemäß dem Willen Gottes aus (II.47-51). Oder sie ergeben sich in Gedanken, Worten und Taten Gott, praktizieren mit Glauben und Respekt ständig Meditation über die Form Gottes, zusammen mit seinem Namen, seinen Tugenden und seiner Herrlichkeit (VI.47). Dies ist der Yoga-Pfad. Dieser Pfad wird auch mit anderen Namen bezeichnet, wie z.B. Samatvayoga oder Buddhiyoga.
Es handelt sich also um den Yoga der Gelassenheit, das "Tadartha Karma" oder "Madartha Karma", d.h. das Arbeiten für Gott. Das "Sāttvika Tyāga" ist die Art der Hingabe.
Im Yoga-Weg spielt Bhakti, oder Hingabe, eine wichtige Rolle, entweder als allgemeine Methode oder als grundlegendes Prinzip. Der im Bhagavad Gita dargelegte Yoga-Weg ist immer von Hingabe geprägt. Selbst in den Abschnitten, die nicht explizit von der Hingabe an Gott (II.47-51) sprechen, beinhaltet alles die Befolgung der Gebote des Herrn. Und auch das fördert die Verwirklichung Gottes. In diesem Sinne berücksichtigt Bhakti auch indirekt diese Aspekte.