Selbst wenn das Ajna (das dritte Auge, das Chakra) nur leicht geöffnet wird, erreicht man eine absolute Stille.


Noch ist der Ajna-Punkt nicht vollständig geöffnet, aber selbst wenn nur der äußere Bereich, der Rudra-Granthi (der Knoten von Shiva), teilweise gelöst ist, kann man im Meditationszustand und im täglichen Leben ein absolutes Gefühl der Stille erleben.

Früher dauerte es stundenlange Meditation, um nur ein kleines Stück weit zu kommen, und manchmal erreichte man das überhaupt nicht. Selbst wenn man es erreichte, verschwand dieser Zustand nach der Meditation relativ schnell.

Auch wenn es nicht vollständig ist, was man sagen muss, da Vollständigkeit ja unendlich ist, kann man dennoch ein gewisses Maß an Stille im täglichen Leben erfahren.

Die Wahrnehmung wird klar und man kann die Umgebung und die Empfindungen genau spüren. Im Moment erlebt man das Gefühl, "lebendig" zu sein.

Vielleicht leben Menschen ihr Leben intensiv, um dieses Gefühl, selbst wenn nur für einen Moment, zu erlangen. Dieses Gefühl, "lebendig" zu sein, ist im Wesentlichen ein Gefühl, das nicht verloren geht.

Früher, selbst wenn man dieses Gefühl hatte, war es oft nur von kurzer Dauer. Besonders während der Meditation konnte man es manchmal spüren, aber nach der Meditation konnte man dieses Gefühl, "lebendig" zu sein, kaum aufrechterhalten.

Jetzt kann man endlich das Gefühl haben, "wirklich lebendig" zu sein.

Es könnte ein großes Missverständnis sein, aber dieses Gefühl hat nichts mit den fünf Sinnen zu tun. Tief unter den fünf Sinnen gibt es ein Gefühl, das man als sechster Sinn oder vielleicht als Samadhi bezeichnen könnte, und dieses Gefühl dauert ununterbrochen. Dieses Gefühl ist mein wahres Selbst, und deshalb empfinde ich, dass dieses Samadhi-Ich "lebendig" ist.

Dieses Gefühl ist also keine "Erfahrung" im Sinne von etwas Temporärem. Es ist auch nicht ein "Verständnis" im Sinne des Denkens, sondern einfach nur "weil es so ist, ist es so". Es ist sozusagen "so wie es ist", und es ist nicht notwendig, etwas hinzuzufügen, um ständig das Gefühl zu haben, "lebendig" zu sein.

Auch wenn man es als "Empfindung" bezeichnet, ist es eher eine Metapher. Es ist ein Zustand, in dem man "fühlt", auch wenn man nichts tut. Man könnte denken, dass "Fühlen" passiv ist, aber es ist auch ein "Bewusstsein", das eine aktive Seite hat. Dieses "Ich"-Bewusstsein, sozusagen das Bewusstsein des Atman, ist direkt mit dem Gefühl verbunden, "lebendig" zu sein.

Das Erkennen des Atman (des wahren Selbst) ist selbst das Gefühl, "wirklich lebendig" zu sein. Deshalb ist dort keine "Handlung" erforderlich, und auch kein "Verständnis". Es ist einfach nur "weil es so ist, ist es so".