Die Begierden werden erfüllt, aber es bleibt ein Gefühl der Bitterkeit zurück. Selbst wenn man sich vorübergehend von emotionalen Verletzungen distanziert, wird das Herz bei geringfügigen Kränkungen heftig wütend. Es scheint, als würde man friedlich leben, aber im Inneren herrscht Hass, Verwirrung und Ablenkung. Normalerweise lebt man moralisch korrekt und zurückhaltend, aber sobald ein Funke des Hasses entsteht, gerät man schnell in Raserei.
Dies ist besonders deutlich in der heutigen Gesellschaft, wo die innere Welt oft Vorrang vor der Realität hat. Die inneren Bilder werden verstärkt und überlagern die Realität als eine Art virtuelle Umgebung. Wenn diese inneren Bilder entstehen, werden sie als Realität wahrgenommen, was zu unnötigem Leid, Trauer oder Wut führt.
Dieser Zustand, in dem das Herz Vorrang hat, mag auf den ersten Blick spirituell erscheinen, aber es handelt sich um ein missverstandenes Konzept des Spirituellen. Tatsächlich wird hoch entwickeltes spirituelles Wissen im Geschäftsleben und in der Weltpolitik eingesetzt. Der Grund dafür, dass man oft denkt, Spiritualität habe nichts mit der Welt zu tun, ist die Realität, dass spirituelles Wissen den Menschen dazu bringen kann, die Wahrheit zu erkennen und sich von Unterdrückung zu befreien, was für die herrschende Klasse ungünstig wäre.
In Wirklichkeit wird es einfacher, Menschen zu kontrollieren, wenn ihre Emotionen Vorrang vor der Realität haben. Daher werden sie dazu gebracht, in ihren eigenen Vorstellungen zu leben und die Vorstellungswelt über die Realität zu stellen. Ein gutes Beispiel dafür ist Corona: Anstatt sich auf die tatsächliche Gefahr zu konzentrieren, wurden Bilder verstärkt, wodurch eine irrationale Angst entstand. So etwas geschieht beispielsweise, wenn Gouverneure versuchen, durch reißerische Fernsehauftritte ihre Wahlchancen zu verbessern und dadurch das Bild der Öffentlichkeit von Corona verzerren.
Wenn man sich auf Bilder statt auf die Realität konzentriert, gibt man seine Kontrolle an andere ab. Die Emotionen wie Wut, Leid, Begierden und Flucht werden dann durch Bilder gesteuert, die von anderen vermittelt wurden.
Im Fall von Corona wurde ein Bild der Angst verbreitet. Aber seit jeher wird als grundlegende Strategie versucht, Bilder von Begierde zu vermitteln. Dies zeigt sich in Bereichen wie Neid oder dem Vergleich mit anderen Menschen, was letztendlich zu mehr Konsum und Handlungen führt.
Es ist viel glücklicher, den Geist durch Meditation zu beruhigen, als in einem endlosen Strudel von Begierden gefangen zu sein.