Gott versteht möglicherweise nicht alles.


Die Interpretation des Begriffs "Gott" variiert je nach Denkschule. Manche verstehen "Gott" als eine absolute Existenz, die mit dem Erleuchtungszustand gleichzusetzen ist, während andere interpretieren, dass "Gottsein" und "Erleuchtung" getrennte Konzepte sind.

Dies ist für Japaner sehr vertraut und leicht verständlich. Beispielsweise werden verehrte Persönlichkeiten zu Göttern, aber es ist nicht unbedingt so, dass diese Persönlichkeiten erleuchtet waren, sondern das hängt von den jeweiligen Umständen ab.
菅原道真 (Sugawara no Michizane) und viele andere Krieger wurden als Götter verehrt, und in diesen Fällen wird die Frage, ob sie erleuchtet waren, kaum gestellt.

Die griechischen Götter waren sehr menschenähnlich, und die hinduistischen Götter Indiens werden im Wesentlichen als nicht erleuchtet interpretiert.

In den indischen philosophischen Systemen sind die Götter eher wie hohe Ämter, die von verschiedenen Seelen nacheinander besetzt werden. Aber keiner von ihnen ist vollständig.
"Raja-Yoga (von Swami Vivekananda)"

Insbesondere nach der Yogaphilosophie kann man sich entscheiden, Gott zu werden, wenn man den Zustand erreicht hat, der es erlaubt, Gott zu werden. Wer sich jedoch weigert, Gott zu werden, und stattdessen nach höheren Zielen strebt, kann die Erleuchtung erreichen.

Dies liegt daran, dass man, wenn man Gott wird, eine Position erlangt, in der man einen Teil dieser Welt kontrollieren kann, aber gleichzeitig kann dies ein Hindernis für die Erleuchtung darstellen.

Dies wird im Yoga-Sutra, einem klassischen Text, erwähnt. Daher wird Gott für Yogapraktizierende als ein Vorbild für eine hohe Position angesehen, aber nicht als jemand, der erleuchtet ist. Man verehrt die Götter, strebt aber im Wesentlichen danach, sie zu übertreffen und höhere Ebenen zu erreichen.

Auch wenn es sehr schwierig ist, sich einem Gott zu nähern, ist es noch schwieriger, höhere Ebenen als ein Gott zu erreichen. Dies hat jedoch auch eine metaphorische Bedeutung, nämlich die Lehre, sich nicht von weltlichen Begierden beeinflussen zu lassen und sich dem spirituellen Üben zu widmen.

Darüber hinaus wird der Aspekt der vollständigen "Nicht-Anhaftung" betont. Durch die Nicht-Anhaftung kann man sogar Forderungen und Erwartungen von den Göttern ablehnen und so höhere Ebenen erreichen.