Die Liebe Gottes ist die wahre Liebe und keine Liebe, die auf Logik basiert.


Oft wird versucht, das Konzept der göttlichen Liebe zu verstehen, indem man Argumente entwickelt und Erklärungen wie „Es gibt weder Gut noch Böse“ oder „Es gibt nur Liebe“ anführt. Diese Aussagen sind zwar korrekt, aber die Wahrheit ist viel einfacher.

Es gibt nur Liebe. Das ist alles, was es zu sagen gibt.

Es gibt nur Liebe. Das ist die ganze Geschichte.

Die Aussage, dass es weder Gut noch Böse gibt, ist zwar richtig, aber da es von Anfang an weder Gut noch Böse gibt, gibt es, wenn es nur Liebe gibt, im eigentlichen Sinne weder Gut noch Böse. Da es nichts davon gibt, gibt es keinen Grund, darüber zu sprechen.

Man kann nichts erklären, was nicht existiert. Es ist unmöglich, das Nichteinhandensein von Gut zu erklären, und es ist unmöglich, das Nichteinhandensein von Böse zu erklären.

Auch wenn man versucht, es mit Worten zu erklären, gibt es keine andere Möglichkeit, als so zu sprechen, aber eigentlich reicht das völlig aus, da es nur Liebe gibt.

Wenn man das nicht versteht, wenn es einem nicht klar ist, wenn man es zwar intellektuell versteht, es aber nicht wirklich fühlt, gibt es Möglichkeiten, wie Meditation oder Yoga (Gymnastik), um Gott allmählich kennenzulernen.

Die Aussage, dass selbst ein Wesen, das wie Böse erscheint, nur im Schoß der Hand Gottes tanzt, bedeutet, dass sowohl das, was als Böse wahrgenommen wird, als auch das, was als Gut wahrgenommen wird, gleichermaßen von der göttlichen Liebe umgeben sind. Der Unterschied besteht lediglich darin, ob das Individuum sich dessen bewusst ist. In jedem Fall ist der Wille Gottes präsent.

Das ist unabhängig davon, ob man es glaubt oder nicht, und es ist unabhängig davon, ob das Individuum sich dessen bewusst ist.

Deshalb ist man nicht nur dann von der göttlichen Liebe umgeben, wenn man glaubt, sondern man ist bereits ohne Glauben von der göttlichen Liebe umgeben. Die Liebe durchdringt jeden Raum, und der Wille Gottes durchdringt selbst das, was als Böses wahrgenommen wird.

Aus der Perspektive Gottes ist das, was als „Handlung“ (eines Wesens, das wie Böses erscheint) wahrgenommen wird, nur so, dass es für manche als Böse erscheint. Ein Zustand der „Unbeweglichkeit“ (oder ein Versuch, in einen solchen Zustand zurückzukehren), kann für manche als „Gut“ erscheinen, während die „Handlung“ des Wesens, das zuerst in Bewegung geriet, als Böse wahrgenommen werden kann. Das ist nur eine Frage der Perspektive, denn in Wirklichkeit gibt es weder Gut noch Böse.

Und der Zustand der „Trennung“ (oder des „Bösen“), der von Gott ausgeht, ist ein Zustand, in dem das Ego (das Selbst) fälschlicherweise annimmt, es sei das Selbst. In diesem Zustand werden Handlungen verstärkt, die das Ego stärken, aber selbst diese Handlungen zur Selbstverstärkung des Egos werden aus der Perspektive Gottes als eine legitime, mechanische Bewegung des Egos betrachtet.

Aus der Perspektive Gottes werden selbstwillige Handlungen, die darauf abzielen, das Ego zu stärken oder das Selbstwertgefühl zu erhöhen, oft als eher mechanische chemische Reaktionen betrachtet. Selbst wenn dadurch Handlungen ausgeführt werden, die als böse angesehen werden, werden auch diese als mechanische oder chemische Reaktionen beobachtet. Aus der menschlichen Perspektive erscheinen diese Handlungen möglicherweise als gut oder böse, aber für Gott sind sie lediglich mechanische Reaktionen.

Auch Maschinen und Objekte sind von der Liebe Gottes umgeben, geschweige denn Menschen. Selbst wenn ein Mensch böse Handlungen begeht, ist er dennoch von der Liebe Gottes umgeben.

Menschen handeln so, dass sie ihr Ego stärken und ihr Selbstwertgefühl erhöhen, weil sie fälschlicherweise glauben, dass ihr Ego ihr wahres Selbst ist. Wenn sie jedoch erkennen, dass ihr wahres Selbst nicht das Ego ist, und sich dessen bewusst werden, löst sich das Böse auf natürliche Weise auf. Es gibt weder Gut noch Böse; alles ist von der Liebe Gottes umgeben.

Die Ergebnisse vergangener Handlungen manifestieren sich als Karma, aber Karma ist ein Konzept der materiellen Welt. Die Liebe Gottes übersteigt die Gesetze des Karma, sodass alles in der Liebe umgeben ist.