Die „Onen“ (negative Energien) sind im Wesentlichen nur Gedanken, während bei einem „Fuyūrei“ (Schwebender Geist) ein Geist, der Gedanken aussendet, leicht umherweht. Ein „Fuyūrei“ kann negative Energien aussenden, aber manchmal auch nicht.
Man könnte sagen, dass diese beiden Dinge unterschiedlich sind, aber im Gefühl sind sie oft sehr ähnlich.
„Onen“ bestehen im Wesentlichen nur aus bestimmten Emotionen und es gibt keine tiefen Überlegungen. Sie können einfache Antworten geben, aber das ist nur eine Reaktion und eine fortgeschrittene Kommunikation ist natürlich unmöglich. Es scheint, dass „Onen“, die sich ansammeln, manchmal eine Art von Gedanken entwickeln, aber ich habe solche Dinge noch nie gesehen. Ich habe davon gehört, aber es scheint nichts mit mir zu tun zu haben.
Andererseits haben „Fuyūrei“ manchmal negative Energien und manchmal nicht, und „Fuyūrei“ sind oft wie lebende Menschen. Sie können lachen und sich freuen, aber manchmal senden sie auch negative Energien aus.
Bei „Fuyūrei“, die negative Energien aussenden, ist es oft schwer, sie von einfachen, umherwirbelnden negativen Energien zu unterscheiden.
In jedem Fall wird man plötzlich und ohne Zusammenhang eine Art von Gedanken oder Emotion in sich wahrnehmen, und man fragt sich zunächst: „Was ist das?“
Aber das Wahrnehmen von solchen unzusammenhängenden Gedanken ist normal und unterscheidet sich im Grunde nicht vom Hören von Geräuschen. Es ist nicht anders als wenn man beim Spaziergang in der Stadt mit verschiedenen Dingen konfrontiert wird.
Es geht darum, Gedanken als Gedankenwellen wahrzunehmen, und diese Wahrnehmung beeinflusst einen in gewissem Maße, aber im Grunde sind es Dinge außerhalb von einem selbst.
Im Falle von Augen und Ohren ist es klar, dass das, was man wahrnimmt, von außen kommt, aber bei „Onen“ und „Gedanken“ neigt man dazu, sie als etwas Eigenes zu betrachten. Man könnte sich dann selbst verabscheuen und denken, dass man ein sehr schmutziger, minderwertiger oder furchterregender Mensch ist, aber in Wirklichkeit nimmt man nur Gedankenwellen von außen wahr, genau wie beim Sehen mit den Augen oder Hören mit den Ohren.
Natürlich, wenn man das, was man wahrnimmt, wie mit den Augen oder Ohren, als Teil von sich selbst akzeptiert, haben auch solche Gedankenwellen die gleiche Wirkung, und wenn man sie akzeptiert, verwandelt man sich in das, was man akzeptiert. Wenn man sie nicht akzeptiert, verschwinden sie einfach.
In solchen Geschichten ist es wichtig, zu lernen, dass „der Geist nicht man selbst ist“, und es ist wichtig, zu lernen, dass der Geist nur ein Wahrnehmungsinstrument ist. Wenn man im Japanischen von „Kokoro“ (Herz/Geist) spricht, ist es ein sehr weit gefasster Begriff. Hier geht es darum, dass der Geist als Denken nicht man selbst ist. Der Geist, der denkt und fühlt, ist nur ein „Werkzeug“ des wahren Selbst, und das wahre Selbst liegt in einem tieferen Bereich, der nicht der Geist (als Denken) ist.